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Airbus-Chef fühlt sich »stigmatisiert«

München. Airbus-Chef Tom Enders wehrt sich vehement gegen den Vorwurf des Insiderhandels beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Er fühle sich »durch die haltlosen Vorwürfe kriminalisiert und stigmatisiert«, sagte Enders dem Nachrichtenmagazin Focus. Die Aktienoptionen, die er im November 2005 eingelöst habe, seien Teil seines Gehalts gewesen und kein Spekulationsobjekt. Der heutige Airbus-Chef hatte vor zwei Jahren 50000 Aktienoptionen eingelöst und einen Gewinn von 711750 Euro erzielt. Die französische Börsenaufsicht AMF verdächtigt Enders und 20 weitere Topmanager des »massiven Insiderhandels«. Sie sollen Aktien im Wissen um Produktionsschwierigkeiten beim Superjumbo A380 verkauft haben, bevor die Bekanntgabe der Lieferverzögerungen den Kurs im Juni 2006 abstürzen ließ.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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