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Hilberg tot

Der Holocaust-Forscher Raul Hilberg ist am Samstag im Alter von 81 Jahren einem Lungenkrebsleiden erlegen. Sein dreibändiges Werk »Die Vernichtung der europäischen Juden« gilt als eines der wenigen Standardwerke über den Holocaust, wie der Fischer-Verlag in Frankfurt/Main betonte, der die deutsche Ausgabe herausgibt.

Hilberg wurde am 2. Juni 1926 in Wien geboren. 1939 flüchteten seine Eltern mit ihm in die USA, wo er in New York Politische Geschichte studierte. 1945 kam Hilberg als Soldat nach Deutschland, entdeckte in München die in Kisten verpackte Privatbibliothek Hitlers und begann, sich mit dem Faschismus zu beschäftigen. Dabei ist er dann geblieben. Seine Autobiographie heißt »Unerbetene Erinnerung« (1994). (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2007, Seite 13, Feuilleton

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