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Zeh weg

Eine Art »kreativen Ausblutens« ihres Wohnorts Leipzig meint die Autorin Juli Zeh zu beobachten. Viele Künstlerfreunde hätten die Stadt verlassen. »Wenn man eine lebendige Szene will, ist man hier falsch«, sagte Zeh der Leipziger Volkszeitung, und drohte, demnächst in ein brandenburgisches Dorf umzuziehen, »ohne Internet, ohne Straßen, ohne Infrastruktur«. Kulturpolitisch hätte Exoberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) den Brain Drain mitzuverantworten. Der habe zu sehr auf die Oberfläche geachtet. Zehs nicht alimentierte Künstlerfreunde sind aber tiefsinnig und müssen zur Strafe fortan in Brandenburg leben. Am 12. August erscheint ein neues Buch von Zeh. Am Samstag begannen im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl die Proben zum ersten Theaterstück der Autorin. Titel: »Corpus delicti«. Uraufführung: 15 September, ­RuhrTriennale.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2007, Seite 12, Feuilleton

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