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Droste live

»Will denn in China gar kein Sack Reis mehr umfallen?« heißt das neue Buch unseres Kolumnisten Wiglaf Droste, das demnächst in der Edition Tiamat erscheint. jW-Feuilleton-Leser wissen mehr: Drostes neue Texte beschäftigen sich mit der Renaissance des religiösen Wahns (»Dalai Lama: Erkenntnis to go«), huldigen großen Schriftstellern und Musikern (»Voilà: Ein Tusch – Für Wilhelm Busch«), und selbstverständlich mischt Droste, der seit gut acht Jahren mit dem musischen Sternekoch Vincent Klink die kulinarische Kampfschrift Häuptling Eigener Herd herausgibt, auch nahrungsmittelinspirierte Themen ins Abendmenü: »O Gabi, Sake: Wasabi / Dir denn nur angetan?« Der seit einiger Zeit in Leipzig lebende Schriftsteller und Sänger hat sich auch in seiner neuen Heimat gut umgesehen: »Nackt unter Sachsen« und »Leipzig: Mercedes Bach und Russentussen« sind nur zwei seiner frischen Leipzig-Betrachtungen. Feinste schöpferische Sprachbehandlung ist bei Droste selbstverständlich; auch aus seiner Serie »Doktor Drostes Sprachsprechstunde«, die Anfang des Jahres erfolgreich auf MDR Figaro lief und im Herbst dort weitergeht, wird es heute in Kassel und übermorgen in Leipzig Kostproben geben. Selbst Akrobatik im engeren Sinne ist nicht ausgeschlossen. Vor einigen Monaten hat sich Droste »im menschenvollen Freiburger Jazzhaus« mit »einem übermütigen Radschlag von der Bühne verabschiedet«, wie die Badischen Zeitung berichtete (»sein Publikum tat es ihm im Herzen nach«). (jW)

Wiglaf Droste, heute, 20 Uhr, Kassel (Caricatura); mittwoch, 20 Uhr, Leipzig (Rennbahn, bei Regen ab 20.30 Uhr in der Schaubühne Lindenfels)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2007, Seite 12, Feuilleton

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