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Union Investment setzt Fonds aus

Frankfurt/Main. Die Krise am US-Hypothekenmarkt zieht immer weitere Kreise. Die drittgrößte deutsche Fondsgesellschaft, Union Investment, hat ihren eine Milliarde Euro schweren Fonds ABS-Invest ausgesetzt, wie ein Sprecher am Freitag in Frankfurt am Main bestätigte. Seit einer Woche nehme die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken keine Anteile verkaufswilliger Kunden mehr zurück. Der ABS-Invest hat demnach zu knapp sechs Prozent in bonitätsschwache US-Hypotheken investiert, die die Immobilienkrise ausgelöst hatten. Da es sich um einen Fonds für professionelle Investoren wie Banken und Unternehmen handele, seien keine Privatanleger betroffen.

Bereits Anfang der Woche war bekanntgeworden, daß die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB in Schieflage geraten ist, weil sie sich mit faulen US-Hypothekenkrediten verspekuliert hatte. Daraufhin war ein Konsortium aus der Staatsbank KfW, den Privatbanken und Sparkassen dem Institut mit einer Milliardenbürgschaft zu Hilfe gekommen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.08.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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