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26.06.2007
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Baubeginn trotz UNESCO-Warnung
Dresden. Ungeachtet der jüngsten Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees beharrt das Regierungspräsidium Dresden auf dem sofortigen Bau der ursprünglichen Version der Waldschlößchenbrücke im Elbtal. Ein Aufschub des Baubeginns wäre rechtswidrig, sagte der Sprecher der kommunalen Aufsichtsbehörde, Holm Felber, am Montag auf ddp-Anfrage. Der Bürgerentscheid für die Brücke sei laut Gesetz »unverzüglich umzusetzen«. Die UNESCO will jedoch das Elbtal im Falle der Realisierung dieses Brückenentwurfs von der Liste der Weltkulturerbestätten streichen. Das Welterbekomitee hatte der Stadt in der Nacht zum Montag eine Frist bis Oktober gesetzt, um Alternativvorschläge einzureichen. Derartige Alternativen würden aber einen neuen Bebauungsplan erfordern, und ein solcher könne innerhalb der Bindungsfrist des Bürgerentscheids nicht erstellt werden, so Felber zur Begründung.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
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