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ADHS-Kombi

Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN, ngfn.de) haben drei genetische Varianten identifiziert, die an der Entwicklung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), auch Zappelphilippsyndrom genannt, beteiligt sind. Die Arbeitsgruppe um Professor Johannes Hebebrand ermittelte eine Kombination von drei Veränderungen im Gen für den sogenannten Dopamintransporter, die eng mit diesem Syndrom verbunden ist. »Personen, die diese Kombination in beiden Kopien des Gens besitzen, haben ein zweieinhalbfach erhöhtes Risiko, an ADHS zu erkranken«, erläuterte Hebebrand. Der Dopamintransporter bringt den im Gehirn freigesetzten Botenstoff Dopamin zurück in die Nervenzelle, wo er bis zur nächsten Freisetzung gelagert wird. Die ADHS ist die häufigste psychiatrische Störung bei Kindern und Jugendlichen. Jungen sind davon drei- bis viermal so häufig betroffen wie Mädchen. Die Patienten sind häufig unaufmerksam, unruhig, impulsiv und haben einen erhöhten Bewegungsdrang. Aufgrund von Zwillings-, Adoptions- und Familienstudien geht man davon aus, daß ADHS zu 80 Prozent genetisch bedingt ist. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry erschienen.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2007, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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