Zum Inhalt der Seite

Ungemalte Bilder

Die trotz des Malverbots der Nazis entstandenen Bilder von Emil Nolde (1867–1956) sind seit Sonntag im Paula-Modersohn-Becker-Museum in Bremen zu sehen. Präsentiert werden rund 120 kleinformatige »Ungemalte Bilder« – so auch der Name der Ausstellung – aus den Jahren 1938 bis 1945. Für die Nazis war die Kunst von Nolde, einem der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus, »entartet«. 1941 bekam er ein »Malverbot«. Trotzdem entstanden in der Abgeschiedenheit seines Hauses in Seebüll über 1300 kleinformatige Aquarelle. Weil er befürchtete, der Geruch von Ölfarben könne ihn verraten, beschränkte Nolde sich ausschließlich auf die Aquarelltechnik. Er hoffte, sie irgendwann in Öl realisieren zu können. Doch dazu kam es nicht. So seien die Aquarelle zu »Ungemalten Bildern« geworden, wie das Museum mitteilte. die Ausstellung geht bis 15.Juli. (ddp/jW)
junge Welt

Du findest junge Welt Journalismus wichtig – aber ein Abo ist (noch) nichts für dich?

Dann unterstütze uns jetzt mit einer monatlichen oder einmaligen Spende – ganz unkompliziert, ohne Verpflichtung, aber mit großer Wirkung.

Werde Teil einer engagierten Community, die die Weltsicht der Herrschenden nicht übernimmt, sondern kritisch hinterfragt. Dein Beitrag hilft uns dabei.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Danke für Deine Spende.
Sie macht junge Welt Journalismus erst möglich.
Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2007, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!