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Benefiz für Landowsky

Geiz ist geil und Armut ist sexy. Trotzdem hat Berlin ästhetische Probleme: »Es ist nun einmal so, daß dort, wo Müll ist, Ratten sind und daß dort, wo Verwahrlosung herrscht, Gesindel ist. Das muß in der Stadt beseitigt werden«, hatte Klaus-Rüdiger Landowsky mal laut Einblick gegeben in seine fromme Denkungsart als Fraktionschef und der CDU im Berliner Abgeordneten und Landesvorsitzender der Partei. Er selbst war in den Berliner Bankenskandal verwickelt und hat deshalb kürzlich eine Bewährungstrafe von 16 Monaten erhalten. Ihm zu Ehren wird am Dienstag im Roten Salon der Berliner Volksbühne ein bunter Abend veranstaltet, der einem guten Zweck dient: Mit den Einnahmen wird das Kollektiv der Treptower Notübernachtung für Obdachlose, das um den Ehentitel »Klaus Rüdiger Landowsky« kämpft, unterstützt. Kabarettist Helmut Ruge nimmt die Politik der Post-Landowsky-Ära aufs Korn: Besitz belastet. Der prominente Politologe Peter Grottian und Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner diskutieren mit mindestens einem Unbehausten. Moderation: Jakob Hein. Anschließend Konzert mit Freygang.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2007, Seite 13, Feuilleton

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