-
01.03.2007
- → Feuilleton
Wickert und die kleinen Damen
Vom unerschöpflichen Ulrich Wickert wird demnächst ein neues Buch erwartet. Es verspricht weitere Tautologien aus dem moralphilosophischen Fundus des Meisters, heißt es doch »Gauner muß man Gauner nennen. Von der Sehnsucht nach verläßlichen Werten«. Wie Wickert der Brigitte erzählte, sind gute Manieren eine Frage des Respekts, fragt sich nur für welchen. Vermutlich soll man Respekt auch Respekt nennen. Jedenfalls bekennt Wickert, der auch Wickert heißt, daß er Türen aufhalte, Gepäckstücke trage und das Aussehen lobe. Frauen in den Mantel zu helfen, ist für den 1,96-Meter-Mann eine Selbstverständlichkeit: »Der Schwung, mit dem ich die Ärmel – einmal eingefädelt – überstreife, für den werde ich schon manchmal gelobt. Allerdings muß ich bei kleinen Damen aufpassen, dass ich ihre Arme nicht verrenke.« (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton