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Provokation: Tote und Verletzte bei Anschlägen auf Busse

Unmittelbar vor dem Jahrestag der Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Ha­riri sind bei Anschlägen nahe Beirut mindestens drei Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben explodierten am Dienstag im Abstand weniger Minuten zwei Sprengsätze in Kleinbussen. 18 Menschen seien verletzt worden. Die Attentate ereigneten sich in der Bergregion nördlich der Hauptstadt, aus der auch der ehemalige Präsident Amin Gemayel stammt. Bei den Toten handele es sich um einen Ägypter sowie eine libanesische Frau und einen libanesischen Mann, teilte die Polizei weiter mit. Medien hatten zuvor berichtet, es seien bis zu zwölf Menschen getötet worden. Die Anschläge ereigneten sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen in dem Dorf Ain Alak. Die Region wird mehrheitlich von Christen bewohnt. Ain Alak liegt nahe Bikfaya, dem Heimatort Gemayels. Gemayels Sohn Pierre war am 21. November ermordet worden. Der 34jährige war Industrieminister.

Es waren die ersten Anschläge auf Kleinbusse seit dem Ende des Bürgerkriegs im Libanon (1975–1990). Nach Armeeangaben fuhren die beiden Busse auf einer sehr belebten Bergstraße. Zunächst sei ein Sprengsatz in einem der Busse explodiert, wenige Minuten später der zweite in einem nachfolgenden Bus. »Das ist ein schreckliches Verbrechen«, sagte der libanesische Innenminister Hassan Al Sabeh. Der prosyrische Präsident Emile Lahoud sprach von einem »Massaker«, das ein »klarer Versuch« sei, die Bestrebungen um Einheit im Libanon zunichte zu machen.
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Für den heutigen Mittwoch hat der Abgeordnete Saad Hariri, Sohn des 2005 ermordeten Premiers, zu einer Großdemonstration im Zentrum von Beirut aufgerufen. Die Veranstaltung soll auf dem Platz stattfinden, auf dem die Opposition seit Dezember für einen Rücktritt der prowestlichen Regierung unter Ministerpräsident Fuad Siniora demonstriert.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.02.2007, Seite 3, Schwerpunkt

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