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18.01.2007
- → Schwerpunkt
Lebensmittel als Wirtschaftsmacht: Die Lobbyisten
Politische Veranstaltungen, Kultur
Mit knapp 6000 Betrieben, mehr als einer halben Million Beschäftigten und einem Umsatz von rund 130 Milliarden Euro im Jahr 2004 zählt die Ernährungsindustrie zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Lediglich die Automobilfertigung, der Anlagen- und Maschinenbau, die Chemieindustrie und der Lebensmittelhandel erzielen höhere Umsätze.
Mit 19,4 Prozent des Gesamtumsatzes spielt Fleisch die wichtigste Rolle in der deutschen Nahrungsmittelproduktion. Es folgen Süß- und Backwaren (17,2 Prozent), Milch und Milchprodukte (16,9 Prozent), alkoholische Getränke (9,7 Prozent) sowie Obst und Gemüse (6,1 Prozent). Zwar ist die Branche noch weitgehend mittelständisch geprägt, der Konzentrationsprozeß hat sich aber in den letzten Jahren besonders in der Fleisch- und Milchbranche beträchtlich beschleunigt.
Als Spitzenverband der Hersteller fungiert die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), die sich in ihrer Selbstdarstellung als »schlagkräftige Interessenvertretung« definiert.
Zusammen mit dem ihr nahestehenden Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) und diversen Lobbyisten in Parteien und Verbänden sorgt die BVE äußerst erfolgreich für eine Verbraucherinteressen widersprechende Politik. Zusammen mit anderen Wirtschaftsverbänden brachte man unter anderem das geplante Verbraucherinformationsgesetz zu Fall.
Besonders dem BLL kommt bei der Lobbyarbeit der Ernährungsindustrie und ihres Umfelds eine Schlüsselrolle zu. Zu seinen Mitgliedern gehören 90 Verbände, 300 Unternehmen sowie Einzelmitglieder. Alle in der Ernährungswirtschaft relevanten Industriesparten sind vertreten: Lebensmittel, Verpackung, Chemie und Werbung. Dazu kommen Agrar- und Handelsverbände, Fachjuristen und Fachverlage. Ähnlich gut organisiert ist der Handel, dessen Spitzenverbände »Hauptverband des Deutschen Einzelhandels« (HDE) und »Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels e.V.« (BVL) ebenfalls für effektive Lobbyarbeit sorgen.
(Quelle: foodwatch.de)
Mit 19,4 Prozent des Gesamtumsatzes spielt Fleisch die wichtigste Rolle in der deutschen Nahrungsmittelproduktion. Es folgen Süß- und Backwaren (17,2 Prozent), Milch und Milchprodukte (16,9 Prozent), alkoholische Getränke (9,7 Prozent) sowie Obst und Gemüse (6,1 Prozent). Zwar ist die Branche noch weitgehend mittelständisch geprägt, der Konzentrationsprozeß hat sich aber in den letzten Jahren besonders in der Fleisch- und Milchbranche beträchtlich beschleunigt.
Als Spitzenverband der Hersteller fungiert die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), die sich in ihrer Selbstdarstellung als »schlagkräftige Interessenvertretung« definiert.
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Zusammen mit dem ihr nahestehenden Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) und diversen Lobbyisten in Parteien und Verbänden sorgt die BVE äußerst erfolgreich für eine Verbraucherinteressen widersprechende Politik. Zusammen mit anderen Wirtschaftsverbänden brachte man unter anderem das geplante Verbraucherinformationsgesetz zu Fall.
Besonders dem BLL kommt bei der Lobbyarbeit der Ernährungsindustrie und ihres Umfelds eine Schlüsselrolle zu. Zu seinen Mitgliedern gehören 90 Verbände, 300 Unternehmen sowie Einzelmitglieder. Alle in der Ernährungswirtschaft relevanten Industriesparten sind vertreten: Lebensmittel, Verpackung, Chemie und Werbung. Dazu kommen Agrar- und Handelsverbände, Fachjuristen und Fachverlage. Ähnlich gut organisiert ist der Handel, dessen Spitzenverbände »Hauptverband des Deutschen Einzelhandels« (HDE) und »Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels e.V.« (BVL) ebenfalls für effektive Lobbyarbeit sorgen.
(Quelle: foodwatch.de)
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