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Afghanistan: NATO tötet Zivilisten

Kabul. Bei einem NATO-Luftangriff in Afghanistan sind nach Angaben der Polizei vier Zivilisten getötet worden. Die NATO habe ein Haus zwischen den Orten Daulat Schah und Alischang, 80 Kilometer östlich von Kabul, bombardiert, in dem sie Taliban-Kämpfer vermutete, sagte Polizeisprecher Abdul Karim Omeriar. Ein weiterer Zivilist sei verletzt worden.

Im Osten Afghanistans haben Kämpfer der Taliban zwei Lehrerinnen und drei ihrer Angehörigen erschossen. Die beiden Schwestern hatten vor dem Überfall Todesdrohungen erhalten. Die Taliban hätten in einem Brief an die Frauen geschrieben, sie müßten ihren Beruf aufgeben, sagte der Direktor des Schulamtes in der Provinz, Gulam Ullah Wekar. Das schreibe der Islam vor. Insgesamt wurden in diesem Jahr in Afghanistan nach Angaben des Bildungsministeriums bisher 20 Lehrerinnen und Lehrer getötet. Fast 200 Schulgebäude wurden niedergebrannt.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2006, Seite 2, Ausland

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