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04.12.2006
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Zahlen, Daten, Fakten
Zehn Jahre weniger Lebenserwartung
Überproportional hohe Morbidität (Krankheitswahrscheinlichkeit, d. Red.) bei einem niedrigen SES: (...): Herz-Kreislauf-Krankheiten; Diabetes mellitus; Magen-/Darmkrebs, Lungenkrebs, Nieren-/Blasenkrebs, Leukämie und maligne Lymphome; Krankheiten des Magens; Zahngesundheit; evtl. Bronchitis (bei Erwachsenen); Bandscheibenschäden, rheumatische Krankheiten, Gicht; Unfälle (bei Kindern); psychische Morbidität sowie Multimorbidität. (...)
Angehörige statusniedrigerer sozialer Schichten sind tendenziell mehr Belastungen (z.B. in der Arbeitswelt und aus dem Wohnumfeld) ausgesetzt, weisen überproportional häufig der Gesundheit abträgliche Verhaltensweisen auf und verfügen zugleich über weniger Ressourcen bzw. Bewältigungsstrategien als Angehörige statushöherer Sozialschichten. (...)
Wesentliche Einflußfaktoren von sozioökonomischen Statusunterschieden liegen außerhalb des Einflußbereiches der (expliziten) Gesundheitspolitik. So sieht eine Expertise des Institute of Medicine in den USA die größten Errungenschaften in der Vergangenheit und das größte Potential zur Verringerung von Unterschieden im Gesundheitsstatus sowie für die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung insgesamt in der Verbesserung des sozioökonomischen Status der benachteiligten Bevölkerungsgruppen.
(jW)
aus dem Gutachten 2005 »Koordination und Qualität im Gesundheitswesen« des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen
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