Zum Inhalt der Seite

Anteile »unwirksam«

Der Streit unter den Eigentümern des Suhrkamp-Verlags gewinnt an Fahrt. Nachdem der neue Minderheitseigner, Claus Grossner, Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz vorgeworfen hatte, Bilanzen nicht ordnungsgemäß abgeliefert zu haben, will der Verlag den Mann nun vor ein Gericht befördern: »Der Suhrkamp Verlag wird die Unwirksamkeit der Anteilsübertragung der Verlagsanteile von Andreas Reinhart gerichtlich feststellen lassen«, heißt es in einer Verlagsmitteilung vom Sonntag. Grossner hatte seine Anteile vom Schweizer Unternehmer Andreas Reinhart erworben. Nach Ansicht des Verlages bedurfte der Verkauf jedoch der Zustimmung der übrigen Gesellschafter, zu denen die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung zählt.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2006, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!