King Cobra gewinnt
Der Robert-Walser-Preis 2026 geht an Muri Daridas Roman »King Cobra« (dtv) und an Jonas Sollbergers »Viens Élie« (Les Éditions de Minuit). Aus der Jurybegründung zu »King Cobra«: »Eindringlich, körperlich und mit feinem Sprachwitz wird in diesem Roman von Familie, Missbrauch, Selbstermächtigung und – fast en passant – geschlechtlicher Transition erzählt. Muri Darida findet dafür eine sensible Dramaturgie, die der Tiefe der präzise gezeichneten Figuren folgt. Die Jury ist beeindruckt von der dringlichen Wucht, die der Text trotz oder gerade wegen seiner spielerischen Erzähllust entfaltet.« Der Robert-Walser-Preis ist eine internationale Auszeichnung für literarische Erstlingswerke in Prosa. Er wird alle zwei Jahre gleichzeitig an ein französischsprachiges und ein deutschsprachiges Werk vergeben. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich literarische Erstlingswerke in Prosa. Sie müssen im Jahr der Preisverleihung oder im Herbst des Vorjahres publiziert oder von einem Verlag zur Publikation angenommen worden sein. Die Auswahl trifft je eine fünfköpfige, internationale Fachjury. Die Preissumme beträgt 20.000 Schweizer Franken. (jW)
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