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03.11.2006
- → Feminismus
Frauenhäuser als Statistikfälscher?
Wien. Der Dachverband-Verein der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) soll nach einem Bericht der Wiener Zeitung Zahlen in der Anrufstatistik der »Frauenhelpline gegen Männergewalt« manipuliert haben. Man wollte sich auf diese Weise Subventionen sichern. Ein Sprecher des Gesundheits- und Frauenministeriums habe bestätigt, wegen Ungereimtheiten in der Statistik und Betrugsverdacht habe man eine »Sachverhaltsdarstellung« an die Staatsanwaltschaft übermittelt, meldete die Zeitung Der Standard. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Das Ministerium finanziert den Verein jährlich mit rund 300000 Euro.
Beweisstücke sind derzeit Datenbankausdrucke und ein Sitzungsprotokoll vom April, demzufolge die Geschäftsführung des Vereins zugegeben haben soll, Fälle zu vervielfachen, um die Statistik aufzupeppen. Der AÖF hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Laut Auswertung der Daten der Helpline hat es im Jahr 2005 etwa 29100 Anrufe gegeben – pro Tag rund 80. Davon konnten 16720 entgegengenommen werden.
(jW)
Beweisstücke sind derzeit Datenbankausdrucke und ein Sitzungsprotokoll vom April, demzufolge die Geschäftsführung des Vereins zugegeben haben soll, Fälle zu vervielfachen, um die Statistik aufzupeppen. Der AÖF hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Laut Auswertung der Daten der Helpline hat es im Jahr 2005 etwa 29100 Anrufe gegeben – pro Tag rund 80. Davon konnten 16720 entgegengenommen werden.
(jW)
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