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Bolivien: Mindestens zwölf Tote bei Kämpfen

La Paz. Bei Kämpfen um die Kontrolle einer Zinn-Mine sind in Bolivien mindestens zwölf Bergarbeiter getötet worden. 57 weitere Kumpel wurden nach Regierungsangaben teils schwer verletzt, als staatlich angestellte Arbeiter von Arbeitssuchenden am Donnerstag angegriffen wurden. Der Sprecher von Präsident Evo Morales rief die Bergarbeiter in einer Erklärung zur Ruhe und zur Beendigung der »sinnlosen und brudermörderischen« Kämpfe auf. Die Gewalt entzündete sich offenbar am Streit um die Arbeitsplätze in der rund 500 Kilometer südlich von La Paz gelegenen Mine. Demnach versuchten Arbeitslose, die Posokini-Ader in der staatlichen Zinn-Mine zu übernehmen. Ein Rundfunksender in La Paz meldete, daß Armee und Polizei die Kontrolle über die Region um Huanuni wieder erlangt hätten. Präsidentensprecher Juan Ramon Quintana äußerte sich entsetzt über das Ausmaß der Gewalt.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.10.2006, Seite 2, Ausland

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