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Empörung über neue Ein-Euro-Job-Idee

München/Berlin. Der Vorschlag von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), Bezieher von Arbeitslosengeld II als unbewaffnete Patrouillen im öffentlichen Nahverkehr einzusetzen, hat breite Empörung ausgelöst. Protest kam unter anderem vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und vom Fahrgastverband Pro Bahn.

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel sprach von »populistischem Quatsch«. Diese Menschen seien dafür nicht ausgebildet und würden sich und andere eher gefährden, so Niebel in der BZ (Montagausgabe); ein Einsatz komme aber in Frage, wenn »Hartz IV«-Empfänger die Qualifikation dazu schon mitbrächten. Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer monierte, der Frust unter den Betroffenen steige mit jedem populistischen Vorschlag.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.08.2006, Seite 1, Inland

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