Zum Inhalt der Seite

GDL : Netz muß beim Bund bleiben

Frankfurt/Main. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sieht sich nach dem Spitzengespräch über die geplante Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn AG darin bestätigt, daß das Unternehmen nicht börsenfähig sei. Ein Börsengang werde »weitreichende negative Auswirkungen auf das Schienenverkehrsangebot haben«, erklärte der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell am Freitag. Er bekräftigte die Auffassung seiner Gewerkschaft, daß im Falle eines Börsengangs das Schienennetz aus dem Konzern herausgelöst und in der Verfügungsgewalt des Bundes verbleiben müsse. Andernfalls wäre aufgrund der Renditeerwartungen der Investoren mit massiven Streckenstillegungen und Arbeitsplatzverlusten zu rechnen.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2006, Seite 9, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!