Müllwerker in der Uckermark streiken
Uckermark. Seit Anfang des Jahres streiken die Müllwerker von Alba in Brandenburg immer wieder. Es geht um faire Bezahlung und Wertschätzung ihrer Arbeit. Nachdem es in Cottbus und der Lausitz im April eine Einigung gab, ging die Auseinandersetzung in der Uckermark erst richtig los. Dort traten die Beschäftigten auch am Montag, Dienstag und Mittwoch wieder in den Ausstand. Für 500 Euro mehr brutto, 30 Tage Urlaub und Zuschläge für Samstagsarbeit ab Arbeitsbeginn. Denn obwohl das Unternehmen zu einem großen Konzern gehört, der jedes Jahr satte Gewinne abwirft, werden die Beschäftigten laut Verdi mit Niedriglöhnen abgespeist. So erhält ein ausgebildeter Kraftfahrer bei ALBA Uckermark einen Stundenlohn, der nur 1,40 Euro über dem Mindestlohn liegt.
Nach Angaben von Verdi gab es in der vierten Verhandlungsrunde am Dienstag eine Annäherung, von einem Ergebnis sei man aber noch weit entfernt. Deshalb werden die Streiks auch diesen Donnerstag fortgesetzt. Belastet werden die Verhandlungen durch den Einsatz von Streikbrechern. »Der Versuch des Unternehmens, durch diese Maßnahme den Streik zu unterlaufen, führt zu deutlichem Unmut in der Belegschaft und hat die Streikbereitschaft weiter gesteigert«, erklärte Verdi-Sekretär Lion Bintz. (jW)
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