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Rice mischt sich in Kuba ein

Havanna. Nach der Erkrankung des kubanischen Staatschefs Fidel Castro hält die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes seitens der USA an. Außenministerin Condoleezza Rice forderte die internationale Gemeinschaft auf, »die Kubaner zu einem politischen Wandel zu ermutigen«. Die kubanische Führung müsse dazu gebracht werden, Mehrparteienwahlen zuzulassen, sagte Rice am Freitag (Ortzeit) in einer Radioansprache an die Bevölkerung der Karibikinsel. Fidel Castro brauche nach seiner Darmoperation weiter Pflege, sei aber bei Bewußtsein und benötige keine Schmerzmittel, betonte Parlamentspräsident Ricardo Alarcon. »Er kann sprechen und ist in guter Verfassung.«

Der brasilianische Präsident Luiz Ignacio »Lula« da Silva dementierte Presseberichte, er habe Informationen darüber, daß Castros Gesundheitszustand nach der Operation »wirklich schlecht« sei und er unter Darmkrebs leiden würde. Für diese Berichte gebe es nicht die »geringste Grundlage«.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2006, Seite 6, Ausland

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