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04.08.2006
- → Ausland
Janukowitsch soll neuer Ministerpräsident der Ukraine werden
Foto: AP
Kiew. Die verfeindeten Parteienlager in der Ukraine haben ein Bündnis geschlossen. Der prowestliche Präsident Viktor Juschtschenko stimmte am Donnerstag der Nominierung seines prorussischen Rivalen Viktor Janukowitsch für das Amt des Ministerpräsidenten zu. Juschtschenko versicherte, daß Land werde die unter ihm eingeschlagene Westorientierung beibehalten. Zu Streitfragen wie einem möglichen NATO-Beitritt sollten Kompromisse gefunden werden. So soll die von Juschtschenko angestrebte und von Janukowitsch abgelehnte NATO-Mitgliedschaft nur per Referendum möglich sein. Die Mehrheit der Ukrainer lehnt derzeit Umfragen zufolge den Beitritt ab. Janukowitschs Partei verzichtet dagegen auf die Forderung, Russich neben Ukrainisch als zweite Amtssprache einzuführen. Die Partei von Julia Timoschenko, der einstigen Weggefährtin Juschtschenkos während der »orangenen Revolution«, boykottierte die Einigung.
Die Führer von Juschtschenkos Partei Unsere Ukraine und Janukowitschs Partei der Regionen unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen über ein Bündnis (Foto). In der Nacht hatte Juschtschenko der großen Koalition nach stundenlangen Krisengesprächen im Präsidentenpalast zugestimmt. Im Laufe des Donnerstags wurden Verhandlungen über die Regierungsbildung aufgenommen. Diese sollen nach dem Willen von Juschtschenkos Partei bis Ende der Woche abgeschlossen werden. Die Zustimmung des Parlaments zu dem Bündnis noch am Donnerstag galt als sicher, da dieses über eine deutliche Mehrheit verfügt.
(AFP/jW)
Die Führer von Juschtschenkos Partei Unsere Ukraine und Janukowitschs Partei der Regionen unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen über ein Bündnis (Foto). In der Nacht hatte Juschtschenko der großen Koalition nach stundenlangen Krisengesprächen im Präsidentenpalast zugestimmt. Im Laufe des Donnerstags wurden Verhandlungen über die Regierungsbildung aufgenommen. Diese sollen nach dem Willen von Juschtschenkos Partei bis Ende der Woche abgeschlossen werden. Die Zustimmung des Parlaments zu dem Bündnis noch am Donnerstag galt als sicher, da dieses über eine deutliche Mehrheit verfügt.
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(AFP/jW)
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