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Kanaren: Fluchten endeten tödlich

Puerto de los Cristianos. Mindestens zwei afrikanische Flüchtlinge sind bei dem Versuch ums Leben gekommen, die Kanarischen Inseln zu erreichen. Die Leichen der beiden wurden am Freitag an Bord eines Bootes im Hafen von Los Cristianos auf Teneriffa gefunden, wie aus Polizeikreisen vor Ort verlautete. Zunächst war nicht bekannt, wie viele Menschen insgesamt auf dem Fischerboot waren. Ein weiteres Cayuco-Boot mit 112 Insassen war in der Nacht zum Freitag 611 Kilometer südlich der Kanareninsel aufgebracht worden. Die Flüchtlinge mußten medizinisch versorgt werden. Seit Januar erreichten etwa 8000 illegale Einwanderer die Kanaren. Die Inselgruppe liegt nur rund hundert Kilometer Luftlinie von der afrikanischen Küste entfernt. Eine europäisch-afrikanische Ministerkonferenz soll Anfang kommender Woche in Rabat über Maßnahmen zur Fluchtverhinderung beraten.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.07.2006, Seite 1, Ausland

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