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Wunsch nach keiner Familie

Der »Wunsch nach Kinderlosigkeit« ist hierzulande deutlich im Kommen. Immer mehr Deutsche fürchten eher zu viele Kinder als gar keine. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung hervor, die der Frankfurter Rundschau (Montagausgabe) vorliegt. Fast jeder vierte Mann und jede siebte Frau entscheiden sich inzwischen grundsätzlich für ein Leben ohne Nachwuchs. Der Anteil derjenigen, die meinen, daß eine Frau Kinder für ein erfülltes Leben brauche, ist zwischen 1990 und 2000 von 65 auf 36 Prozent gesunken. Wie das mit der sozialen Frage zusammenhängt, deuten die Autoren der Studie nur an: Kinder würden »eher mit Belastungen denn mit einer Bereicherung des Lebens verbunden«. Besonders bei Frauen sei die Angst groß, daß sich die gesellschaftliche Stellung verschlechtert. Zwei Drittel der befragten Frauen rechnen im Fall der Mutterschaft mit deutlich schlechteren Beschäftigungschancen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2006, Seite 12, Feuilleton

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