-
30.05.2006
- → Inland
Kommt Spitzelaffäre vor BND-Ausschuß?
Berlin. Die Affäre um die Bespitzelung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst (BND) muß nach Ansicht der Grünen im Untersuchungsausschuß aufgeklärt werden. Der bestehende Ausschuß solle entsprechend erweitert werden, forderte Grünen-Chefin Claudia Roth am Montag in Berlin. Ähnlich äußerte sich die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die FDP behalte sich vor, die Affäre auch im BND-Untersuchungsausschuß zu behandeln. Zunächst wolle man jedoch abwarten, wie die Bundesregierung am Mittwoch im Innenausschuß des Bundestages zu dem Bericht Stellung nehme. Die Liberalen halten zum Schutz der Pressefreiheit rechtliche Änderungen für nötig, so müsse u.a. für Journalisten die strafbare Beihilfe zum Geheimnisverrat ausgeschlossen werden. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
