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Und du, mein lieber Tennispartner

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So redete Franz Josef Wagner in der Bild vom Freitag einen an, der gegen Abend bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises war: Ulrich Mühe. »Und du, mein lieber Tennispartner«, schrieb Wagner sinngemäß, hast mit einem Stasi-Melo die »Rotkäppchen-Sekt-MDR-Shows« von »Gysi und Konsorten« korrigiert, nämlich klargemacht: »Die DDR war eine Diktatur«. Weiter geht’s mit der Frage: »Wie wurden wir Freunde.« Antwort: »X-beliebige Menschen treffen sich, in unserem Fall war es ein Tennisplatz. Wir spielten Tennis, als sei nichts geschehen. Wenn wir nach dem Match Apfelsaft tranken, dachten wir, wir seien glücklich.« Es gab an diesem Freitag viel Grund, keinen Apfelsaft zu trinken (oder Appolinaris, das ab sofort von Coca Cola vertrieben wird, genau wie Schweppes von Krombacher). Der Brief von Wagner war ein Grund, auf die Stasi zu saufen. Er schließt mit: »Uli Mühe ist Mitglied des zweitreichsten Tennisklubs von Berlin, aber er hat der DDR nicht verziehen.« Als hätte ihn das Tennis milder stimmen müssen gegenüber den Verlierern dieser schönen neuen Welt. Apfelsaftsack.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2006, Seite 12, Feuilleton

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