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12.05.2006
- → Feuilleton
Auf die Hand
Ungesunde Ernährung liegt nach wie vor voll im Trend. Zu diesem Schluß kommt der Report »Ernährungsrisiken«, den die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag in Berlin vorstellte. Zwar sind die Leute mittlerweile bestens über gesunde Ernährung informiert und haben gute Vorsätze (98 Prozent), können sich aber den Gewohnheiten einer globalisierten »Fastfood«-Gesellschaft immer weniger entziehen. Schon die über 40jährigen haben heute mehrheitlich Übergewicht. Bei den unter 25jährigen ist eine starke Tendenz zu Fastfood und ungesunder Schnellebigkeit zu verzeichnen. Nur jeder Dritte achtet beim Einkauf auf Herkunft und Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln. 14 Prozent dieser Altersgruppe verputzen wöchentlich viermal und öfter Fastfood. Insgesamt hat sich der Anteil der Außer-Haus-Essen innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt.
Die Untersuchung zeigt laut Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes, »daß ein negativer Trend, der in Amerika etwa ein halbes Jahrhundert gebraucht hat, sich hier in Deutschland innerhalb kürzester Zeit durchsetzt«. Obwohl praktisch jeder kapiert hat, daß man sich beim Essen Zeit lassen sollte, zuviel Fett ungesund ist und Blitzdiäten in der Regel ohne Wirkung bleiben, verhalten sich die meisten wider besseren Wissens anders. Befragte mit geringem Einkommen meinten mehrheitlich, zuwenig Geld zu haben, sich gesund zu ernähren. Dabei tendierten gerade diese einkommensschwachen Familien stark zu Fleisch, Wurst und Fastfood-Lebensmittel, die oft teurer als vergleichweise gesunde Nahrungsmittel sind. Für den Report hatte das Forsa-Institut im April gut 1000 Bundesbürger über 14 Jahren befragt.
(ots/jW)
Die Untersuchung zeigt laut Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes, »daß ein negativer Trend, der in Amerika etwa ein halbes Jahrhundert gebraucht hat, sich hier in Deutschland innerhalb kürzester Zeit durchsetzt«. Obwohl praktisch jeder kapiert hat, daß man sich beim Essen Zeit lassen sollte, zuviel Fett ungesund ist und Blitzdiäten in der Regel ohne Wirkung bleiben, verhalten sich die meisten wider besseren Wissens anders. Befragte mit geringem Einkommen meinten mehrheitlich, zuwenig Geld zu haben, sich gesund zu ernähren. Dabei tendierten gerade diese einkommensschwachen Familien stark zu Fleisch, Wurst und Fastfood-Lebensmittel, die oft teurer als vergleichweise gesunde Nahrungsmittel sind. Für den Report hatte das Forsa-Institut im April gut 1000 Bundesbürger über 14 Jahren befragt.
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