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09.05.2006
- → Ausland
Ließ Bush den britischen Außenminister feuern?
London. Zwei renommierte englische Zeitungen (The Independent und The Guardian) berichteten am Wochenende, daß die überraschende Entlassung des britischen Außenministers Jack Straw am vergangenen Freitag durch Premierminister Tony Blair auf US-Präsident George Bush zurückgeht. Nach dem Beschwerdeanruf aus dem Weißen Haus sei Straws »Schicksal besiegelt« gewesen, heißt es. Jack Straw hatte mögliche militärische Gewaltanwendung gegen Iran noch kürzlich als »unvorstellbar« bezeichnet. Die in Washington zirkulierenden Pläne, mit einem taktischen Atomschlag die iranischen Nuklearanlagen zu zerstören, die Präsident Bush auf Nachfrage explizit nicht ausschließen wollte, hatte Straw jüngst in einem BBC-Interview sogar als »vollkommen verrückt« bezeichnet.
Premierminister Blair dementierte die Darstellung der Presse und bezeichnete es als »völlig absurd«, einen Atomschlag gegen den Iran in Erwägung zu ziehen. Er kenne niemanden, der darüber nachdenke, behauptete Blair am Montag auf einer Pressekonferenz in London. Das Thema habe auch keinen Einfluß auf die Entlassung von Außenminister Jack Straw gehabt. (jW)
Premierminister Blair dementierte die Darstellung der Presse und bezeichnete es als »völlig absurd«, einen Atomschlag gegen den Iran in Erwägung zu ziehen. Er kenne niemanden, der darüber nachdenke, behauptete Blair am Montag auf einer Pressekonferenz in London. Das Thema habe auch keinen Einfluß auf die Entlassung von Außenminister Jack Straw gehabt. (jW)
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