Zum Inhalt der Seite

Afghanistan: Busse auch für Frauen

Bonn/New York. Bis zum Ende des Jahres sollen in Afghanistan mindestens 30 Prozent der Sitzplätze in öffentlichen Bussen für Frauen reserviert sein. Das von den Vereinten Nationen unterstützte Programm reagiert damit auf die massive Diskriminierung von Frauen im öffentlichen Linienverkehr, wie die Nachrichtenagentur IPS am Mittwoch berichtete. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von der Programmdirektorin des UN-Frauenentwicklungsfonds (UNIFEM), Meryem Aslan, und dem stellvertretenden afghanischen Transportminister Mohammad Waezzadah im März unterzeichnet. Nach Angaben von UNIFEM ist es üblich, daß Busfahrer an Haltestellen nicht anhalten, an denen nur Frauen warten. Zudem würden männliche Passagiere Frauen am Einsteigen hindern.

UNIFEM hat Plaketten produziert, die den Frauen zeigen, wo sie einsteigen und sich hinsetzen können. Geplant ist auch die Einrichtung einer Hotline, die Beschwerden aufnimmt und bei Verstößen Disziplinarmaßnahmen gegen das Fahrpersonal einleitet. Rund 600 öffentliche Busse sind in Afghanistan im Einsatz, darunter 350 in der Hauptstadt Kabul. (IPS/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2006, Seite 15, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!