Zum Inhalt der Seite

Rio-Kitsch-Preis

Neues von der Kitschfront: Der Rio-Reiser-Songpreis wird dieses Jahr erstmals auf der Popkomm im September in Berlin vergeben. Hauptsache Kommerz. So wie die Grünen nach dem Motto »Make Love and War« (Jürgen Elsässer) agieren, kämpfen die Erben von Rio Reiser darum, daß die »gesellschaftlichen Widersprüche gefühlsduselig zugekleistert werden mit einer Sehnsucht nach irgendeiner phantasierten vormodernen Welt, in der alles einfach und gut war« (Wolfgang Seidel). Erwünscht sind deutschsprachige Texte. Die Aufnahmen können bis 31. Mai als DVD oder CD eingereicht werden. Zur Jury gehören auch Sängerin Ulla Meinecke und MTV-Moderatorin Sarah Kuttner. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2006, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!