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Widerstand in WASG gegen Urabstimmung

Berlin. Sieben Landesverbände der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) lehnen es ab, vor dem Bundesparteitag im April die Parteimitglieder erneut per Urabstimmung nach ihrer Meinung über die Bildung einer neuen linken Partei zu befragen. Letztlich laufe ein solches Vorhaben auf die Wiederholung der letzten Urabstimmung hinaus, heißt es in dem am Wochenende veröffentlichten Schreiben der Landesvorstände von Berlin, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein sowie des Landesrates von Nordrhein-Westfalen. Eine Urabstimmung könne keine inhaltliche Diskussion vorwegnehmen. Die müsse zuvor in den Kreisen und Landesverbänden sowie auf dem Parteitag geführt werden.

Der Appell richtet sich hauptsächlich an die WASG-Landesverbände Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern, die eine erneute Urabstimmung gefordert hatten.


(jW)


* Siehe auch Rubrik Abgeschrieben

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2006, Seite 4, Inland

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