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Debatte um Ehrenmal für Bundeswehrsoldaten

Berlin. Mit seinem Vorschlag vom Freitag, ein Ehrenmal für im Ausland getötete Bundeswehrsoldaten zu errichten, trifft Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) auf Vorbehalte bei Linkspartei und Grünen.

Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels reagierte am Wochenende positiv auf den Vorstoß. Grünen-Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei befürwortete in der Berliner Zeitung einen »Erinnerungsort«, meinte aber, an einem solchen solle auch der bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommenen Diplomaten, Polizisten und zivilen Helfer gedacht werden. Der Linkspartei-Abgeordnete Paul Schäfer sagte dem gleichen Blatt, eine solche Erinnerungskultur sei »fragwürdig, wenn damit die Heroisierung des Soldatentums verbunden ist«.


(ddp/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2006, Seite 4, Inland

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