Zum Inhalt der Seite

Dänische Zeitung entschuldigt sich

Kopenhagen. Nach heftigen Protesten in der islamischen Welt hat sich die dänische Zeitung Jyllands-Posten für Darstellungen des Propheten Mohammed entschuldigt. Die satirischen Zeichnungen seien zwar mit dänischem Recht vereinbar, sie hätten aber »unwiderlegbar viele Moslems verletzt«, erklärte der Chefredakteur der Zeitung, Carsten Juste, am Montag in einem Brief an die jordanische Nachrichtenagentur Petra. Der dänische Regierungschef Anders Fogh Rasmussen begrüßte die Erklärung. Auch das norwegische Magazin Magazinet sprach am Dienstag sein Bedauern aus, weil es die Karikaturen abgedruckt hatte. Die dänischen Muslime haben die Entschuldigung inzwischen angenommen.

Die Jyllands-Posten hatte Ende September 2005 zwölf satirische Zeichnungen mit dem Titel «Die Gesichter Mohammeds» abgedruckt. Darunter war ein Bild, das Mohammed mit einem Turban in Form einer Zeitbombe zeigte. Am 10. Januar druckte die norwegische Zeitung Magazinet die Zeichnungen nach.

(AFP/AP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2006, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!