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Osteuropa

Ukraine kann Militärgüter über NATO beschaffen

Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat Kiew eigene Kampfdrohnen entwickelt, die nun auch in der NATO Begehrlichkeiten wecken (28.2.2025)

Brüssel. Die NATO ermöglicht der Ukraine künftig den Kauf von Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung über ihre zentrale Beschaffungsagentur, wie die Financial Times (FT) am Mittwoch berichtete. Dies könne Kiew dabei helfen, Verteidigungsgüter schneller und zu geringeren Kosten zu beziehen, so die Londoner Zeitung.

Demnach sei Kiew eine Partnerschaft mit der »NATO Support and Procurement Agency« (NSPA) eingegangen. Damit rücke ihre Rüstungsindustrie näher an die der westlichen Verbündeten heran. Außerdem erhalte Kiew einen zusätzlichen Beschaffungsweg, sodass es nicht mehr allein auf bilaterale Verhandlungen angewiesen sei. Die Ukraine könne zum Beispiel sagen: »Wir benötigen 30.000 Uniformen – bitte beschafft diese für uns«, habe Jacqueline Borsboom, Direktorin für Einsatzunterstützung bei der NSPA, gegenüber FT erklärt.

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Die Zusammenarbeit soll aber auch in die andere Richtung verlaufen und ukrainischen Waffenschmieden NATO-Aufträge verschaffen. So habe die NSPA vergangene Woche in Kiew eine Branchenveranstaltung organisiert, an der rund 150 ukrainische Unternehmen teilnahmen. Dabei sei erläutert worden, wie sich Hersteller als zugelassene Lieferanten registrieren und um Aufträge bewerben können.

Die militärische Beschaffung in der Ukraine sei zwar FT zufolge nach mehreren Korruptionsskandalen zu einem politischen Streitthema geworden. Seit dem russischen Einmarsch im Jahr 2022 hätten ukrainische Unternehmen jedoch die Produktion von Drohnen und anderen Militärtechnologien rasch ausgeweitet. Sie entwickelten Waffen und Systeme, die zunehmend das Interesse europäischer Regierungen weckten, die ihre eigenen Streitkräfte modernisieren wollen. »Die Innovationsgeschwindigkeit ist derzeit so hoch, dass wir viel daraus lernen können«, so Borsboom laut FT. »Es ist definitiv ein gegenseitiger Nutzen.« (jW)

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Erschienen am 23.10.2026, Ausland

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