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Osteuropa

Ukraine räumt Städte im Donbass

Foto: Cameron Jones-Manley/ZUMA Press Wire/dp
Die Stadt Kramatorsk wurde im Ukraine-Krieg schwer zerstört und bleibt umkämpft (23.9.2026)

Kiew. Wegen des Vormarschs der russischen Armee müssen Familien mit Kindern auf Anordnung den ukrainischen Behörden die Städte Kramatorsk und Slowjansk im Osten des Landes verlassen. Das Gebiet der sogenannten verpflichtenden Evakuierung werde ausgedehnt und umfasse nun »alle Ortschaften der Ballungsräume Kramatorsk und Slowjansk«, erklärte der Gouverneur der Region Donezk, Wadim Filaschkin, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Er gab nicht an, wie viele Menschen betroffen sind. Die Sicherheitslage in den genannten Gebieten verschlechtere sich ständig, gab Filaschkin an. Die russische Armee greife beide Städte »jeden Tag« an. »Mit Kindern vor Ort zu bleiben stellt ein nicht zu rechtfertigendes Risiko dar«, erklärte der Gouverneur weiter.

Kramatorsk und Slowjansk sind die zwei bedeutendsten Städte in der ostukrainischen Region Donezk, die noch unter ukrainischer Kontrolle stehen. Die russische Armee verbuchte dort zuletzt stetig Geländegewinne. In der Vergangenheit hatten die ukrainischen Behörden bereits Evakuierungen in Teilen der Großräume Slowjansk und Kramatorsk angeordnet. Mitte Oktober hatten die ukrainischen Behörden angegeben, dass mehr als 70.000 Menschen in den von Kiew kontrollierten Gebieten der Region Donezk lebten. Darunter seien etwa 3.000 Kinder.

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Die russischen Streitkräfte befanden sich zuletzt unterschiedlichen Quelle zufolge zwischen fünf und 15 Kilometer von Kramatorsk und Slowjansk entfernt. Am Dienstag waren durch einen russischen Angriff in Kramatorsk vier Menschen getötet worden. Zwei Wochen zuvor waren dort 30 Menschen bei Angriffen auf zwei Busse getötet worden. (AFP/jW)

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Erschienen am 23.10.2026, Ausland

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