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»Islam Talk« mit Constantin Schreiber
Ab Januar 2027 wird Constantin Schreiber, ehemaliger »Tagesschau«-Sprecher, der später als Welt-»Global Reporter« und auf Instagram holzschnittartigen Populismus und Selbstviktimisierung mit Nahostberichterstattung verquirlte, zweimal im Monat im ägyptischen Azhari TV die Sendung »Islam Talk« moderieren. Verwunderlich angesichts seines zwangsbeglückenden Mitteilungsbedürfnisses bezüglich Fundamentalismus (der überall lauert) und bedingungsloser Loyalität zu Israel. Hat seine moralistische Schwarzweißmalerei ein Ende? Weit gefehlt. Azhari TV wurde 2009 von Hassan Tatanaki, libyscher Öltycoon und politischer Wendehals, dessen Kompassnadel zuverlässig auf den finanziellen Vorteil zeigt – und damit auch in Richtung USA und Emirate –, gegründet, um die »richtige« Interpretation des Islam kundzutun. Angebrachte Fundamentalismuskritik, historisch und geopolitisch kontextualisiert, ist nicht zu erwarten. Zu vermuten ist, dass hier ein dem westlichen Kapital genehmer Islam präsentiert werden soll. Die Deutungshoheit über »richtige« Religionsausübung befeuert zudem Islamophobie und vertieft womöglich gezielt jene Gräben, die vorgeblich überwunden werden sollen.
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