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Pressefreiheit

Nachrichtenseite aus Ägypten muss schließen

Kairo. Ein Gericht in Ägypten hat am Dienstag die Schließung der unabhängigen Nachrichtenseite Mada Masr angeordnet, die als eine der letzten Bastionen des unabhängigen Journalismus im Land gilt. Das zuständige Gericht in Kairo befand Chefredakteurin Lina Attalah für schuldig, eine nicht registrierte Website zu betreiben, und verhängte eine Geldstrafe von umgerechnet rund 48.000 Euro gegen sie. Das Gericht ordnete auch an, den Besitz von Mada Masr zu beschlagnahmen. Attalah kam nach dem Urteil in Gewahrsam.

Mada Masr war 2013 von Attalah und Gleichgesinnten gegründet worden, die sich nach eigenen Angaben jahrelang erfolglos bemühten, für ihre Webseite eine Lizenz beim zuständigen Rat für Medienregulierung zu erhalten. 2017 wurde sie dann wie zahlreiche weitere Medien im diktatorisch regierten Ägypten gesperrt. Attalah und weitere Mada-Journalisten wurden in den vergangenen Jahren wiederholt mit dem Vorwurf festgenommen, Falschnachrichten zu verbreiten und die nationale Sicherheit zu gefährden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2026, Seite 6, Ausland

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