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Fußballrealität

Gefährliches Halbwissen

Shenzhen/Hohhot. Mehrere Großunternehmen in China haben mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem französischen Fußballstar Kylian Mbappé beendet. Unter anderem gaben die Firmen in ihren Mitteilungen an, keine Toleranz für Verhalten zu haben, das die Gefühle des chinesischen Volkes verletze. Wenig später kündigten außerdem ein weiterer Milchproduktfabrikant und die einflussreiche Social-Media-Plattform Xiaohongshu, gewissermaßen das chinesische Instagram, ihre Kooperationen mit Mbappé. Der Stürmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid hatte mit einem im südchinesischen Shenzhen ansässigen Sportgetränkehersteller und einem in China für seine Milchprodukte sehr bekannten Unternehmen aus der Inneren Mongolei Werbepartnerschaften.

Stunden nach den Ankündigungen meldete sich der Fußballer auf der Onlineplattform X zu Wort: »Kürzlich habe ich während eines Interviews auf ein Foto von mir selbst reagiert«, hieß es in der schriftlichen Mitteilung. Seine Bemerkung sei »taktlos« gewesen, und er verstehe nun, die Menschen in China damit verletzt zu haben, erklärte er. »Ich entschuldige mich bei jedem, den meine Worte verärgert haben«, hieß es weiter. Sowohl der Sportler, als auch die chinesischen Firmen ließen offen, was Mbappé genau gesagt hatte, aber im Netz kursieren Ausschnitte aus einem Videopodcast, in dem er nach seinem Lieblings-Meme (Fotomontage) mit sich selbst gefragt wird. Als Antwort nannte Mbappé ein Meme mit einem »Typen«, von dem er glaube, dass es ein »chinesischer Diktator« gewesen sei, und dessen Gesicht durch sein eigenes ersetzt wurde. Das bringe ihn am meisten zum Lachen. Es existieren Memes mit Mbappé als Mao Zedong (1893–1976), dem chinesischen Revolutionsführer. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.10.2026, Seite 16, Sport

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