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Nachschlag: Stoppeln statt Geld

→ Deutschland heute | Mo., 14.10 Uhr, DLF

Foto: CHROMORANGE/IMAGO

Stoppeln – ein in Vergessenheit geratener Begriff. Wissen Sie, was er bedeutet? Kleiner Tipp: Es geht nicht um nachwachsende Haare nach einer Rasur. Bei der Stoppelaktion sind Bauern mit Erwerbslosen und anderen Armen in Rommerskirchen bei Köln zusammengekommen, um liegengebliebene Kartoffeln aufzusammeln. »Es geht um gesunde Ernährung für alle – auch für Menschen mit wenig Geld«, betont der DLF-Sprecher. Nachbarschaftstreffs, gemeinschaftliche Kochaktionen, genossenschaftliche Supermärkte – einige Ideen für Hungrige werden genannt. Ein gutes Gefühl für beide Seiten: die Bauern und die Armen.

Es bleibt symbolisch. Laut dem »Paritätischen Armutsbericht 2026« sind in Deutschland insgesamt 13,3 Millionen Menschen von Einkommensarmut betroffen. Dies entspricht einer Armutsquote von 16,1 Prozent der gesamten Bevölkerung und markiert den historischen Höchststand der vergangenen Jahre. Auf die Frage, ob sie essengehen könnte, kann Heike T. nur müde lächeln. Nach dem Stoppeln ist ihr Einkaufsbeutel voller Kartoffeln. (az)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.10.2026, Seite 14, Feuilleton

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