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Wohnungskrise

Protest in Porto gegen die geplante Mietreform

Foto: Nikolas Sisic/jW
Anderer Ort, gleiche Krise: Auch in Portugal können sich Menschen Wohnen nicht mehr leisten (Porto, 15.10.2026)

Porto. Tausende Menschen sind am Donnerstag in Porto auf die Straße gegangen, um gegen die rasant steigenden Immobilienpreise in Portugal zu protestieren. »Jeden Monat haben wir Angst, aus unserer Wohnung geworfen zu werden«, sagte eine Aktivistin am Donnerstag abend gegenüber jW. Auf der Praça D. João I protestierten rund 3.000 Menschen gegen Wohnungsnot und die geplante Mietreform der in Lissabon regierenden Mitte-rechts-Koalition Aliança Democrática. Das Protestcamp, das dort seit Sonnabend gestanden hatte, war in der Nacht zuvor gewaltsam von der Polizei geräumt worden. 39 Verletzte gab es nach Angaben der Bewegung. »Als das Fernsehen weg war, kam die Polizei«, berichtete eine Teilnehmerin auf der anschließenden Vollversammlung. Die Aktivisten beschlossen, die Nacht über zu bleiben. Gegen 1.20 Uhr machten die Organisatoren jedoch Schluss, da es zu einer Konfrontation mit einer Gruppe, laut Berichten der rechten Szene angehörig, kam. Aufgeben will die Bewegung nicht und ruft für diesen Sonnabend erneut auf den Platz. In Lissabon soll zudem ein Protestcamp entstehen. (jW)

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Erschienen am 17.10.2026, Kapital & Arbeit

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