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Keine Ruhe in Sicht
Ansarollah greifen Ölindustrie und Flughäfen der Saudis an
Die jemenitischen Ansarollah haben nach eigenen Angaben am Sonnabend mehrere Ölanlagen und Flughäfen in Saudi-Arabien angegriffen. Einem Militärsprecher der Gruppe zufolge richteten sich die Attacken unter anderem gegen die internationalen Flughäfen in Riad und Dammam sowie gegen eine Anlage des Ölkonzerns Aramco in Janbu und eine Raffinerie in Rabigh. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition teilte mit, sie habe zwei ballistische Raketen zerstört, die auf Janbu und Taif abgefeuert worden seien. Der saudische Zivilschutz hatte kurzzeitig für mehrere Städte Alarm ausgelöst, diesen jedoch nach etwa zehn Minuten wieder aufgehoben. Ob die von den Ansarollah angemeldeten Angriffe ihre Ziele im Königreich trafen, blieb zunächst unklar.
Bei saudiarabischen Luftangriffen auf Ziele im Jemen sind währenddessen nach Ansarollah-Angaben mindestens 16 Menschen getötet worden. Der Fernsehsender Al-Masirah berichtete am Sonnabend bei Luftangriffen auf die von der Organisation kontrollierte Hauptstadt Sanaa seien mindestens vier Menschen getötet worden. Bei einem weiteren Angriff auf ein Wohngebäude für Arbeiter einer Zementfabrik in der Provinz Sanaa seien sechs Frauen und ein Kind getötet worden. Fünf Tote habe es zudem bei einem saudiarabischen Angriff auf die Hafenstadt Hodeida im Westen des Jemen gegeben.
Davor hatte die Zivilschutzbehörde in Riad Warnungen vor einer möglichen Bedrohung für vier Regionen im Westen Saudi-Arabiens herausgegeben, darunter die heilige Stadt Mekka. Dem Zivilschutz zufolge fielen Trümmerteile in den Regionen Mekka und Medina herab. Trotz der Angriffe ist nach Berichten der Agentur AFP der internationale Flughafen in Riad nach einer zweiwöchigen Schließung wegen Angriffen wiedereröffnet worden. Der Flugbetrieb wurde am Sonntag wieder aufgenommen, teilte der Flughafen mit. Auf der Monitoring-Website »Flightradar« war zu sehen, dass am frühen Morgen eine Maschine startete.
Die Ansarollah warnten zugleich vor erneuten Angriffen auf den Flughafen. »Die jemenitischen Streitkräfte warnen alle internationalen, regionalen und lokalen Fluggesellschaften, ebenso wie das Personal und die Reisenden, vor der Nutzung des King-Chalid-Flughafens in Riad, da er unsicher ist und als militärisches Ziel für unsere Streitkräfte dient«, erklärte Ansarollah-Sprecher Jahja Saree. (AFP/Reuters/jW)
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