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Social Media

Tik Tok: Sicherheit mit Placeboeffekt

New York. Die Social-Media-Plattform Tik Tok soll Tausenden Nutzern ohne ihr Wissen eine nicht funktionierende Version von Features, die eigentlich zum Schutz der psychischen Gesundheit von Jugendlichen dienen sollten, bereitgestellt haben. Dies geht aus einer Klageschrift des US-Bundesstaats New York hervor, die am Mittwoch teilweise öffentlich wurde. Dabei sollen die Nutzer gewissermaßen unfreiwillig Teilnehmer eines Placeboexperiments geworden sein, beispielsweise beim Feature »Algo Refresh«, das eigentlich den Empfehlungsalgorithmus zurücksetzen soll. Damit könnten Nutzer theoretisch Spiralen aus ungewollten, psychisch schädigenden Beiträgen – beispielsweise zu Suizidgedanken oder gestörtem Essverhalten – entkommen. In Wahrheit soll sich die Inhaltsauswahl für die Betroffenen aber gar nicht verändert haben. Experimente dieser Art sollen seit 2023 stattgefunden haben. Tik Tok sagte, »wie die meisten Unternehmen« teste es Features und Produkte zunächst, um ihren realen Nutzwert zu verifizieren. Konzernintern gab es jedoch Widersprüche gegen die Praxis, heißt es in der Klage. Tik Tok sieht sich in den USA derzeit einer ganzen Reihe von Klagen gegenüber. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.10.2026, Seite 14, Medien

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