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Erkämpfte Rekorde
Novak Djokovic gewinnt bei den China Open den 102. Titel seiner Karriere
Der ehemalige Weltranglistenerste Novak Djokovic hat seine Rekordsiegesserie beim ATP-500-Turnier in Beijing im Finale am Dienstag ausgebaut und den nächsten Meilenstein seiner langen Karriere gesetzt. Der 39jährige Serbe gewann das Endspiel gegen den Australier Alex de Minaur, nachdem dieser beim Stand von 6:7 (3:7), 1:0 verletzungsbedingt aufgeben musste.
»Das bedeutet mehr, als nur eine Trophäe zu gewinnen«, sagte Djokovic, der sein 34. Match in Folge in Beijing gewinnen konnte. Den bisherigen Rekord hielt Rafael Nadal, der zwischen 2005 und 2009 bei den French Open 31 Matches in Folge gewann und bis zum Achtelfinale 2009 gegen Robin Söderling dort ungeschlagen war.
Es war der insgesamt siebte Titel bei sieben Teilnahmen für Djokovic bei den China Open und sein insgesamt 102. auf der Profitour. Nur Roger Federer (103) und Jimmy Connors (109) haben in ihrer Karriere mehr Titel gewonnen. Djokovic ist nun auch der erste männliche Tennisprofi seit dem damals 43ährigen Ken Rosewall 1977 in Hongkong, der nach Vollendung seines 39. Lebensjahres einen Titel auf Tourebene gewinnen konnte.
Djokovic zeigte sich im ersten Satz des Finals wie schon bei seinen Siegen im Viertelfinale gegen Alexander Zverev (4:6, 6:4, 6:4) und Daniil Medwedew (7:5, 5:3) in stabiler Form. Zum zweiten Satz kam de Minaur mit einer Bandage am linken Bein zurück, und nach dem nur mit Mühe gewonnenen Aufschlagspiel zum 1:0 gab der Australier auf. Es war das zweite Mal in Folge, dass Djokovic sein Match nicht regulär beenden musste. So wurde sein Halbfinalgegner Medwedew disqualifiziert, nachdem er beim Stand von 7:5, 5:3, 15:15 nach einem verlorenen Punkt den Ball mit der Rückhand ins Publikum geschlagen und dabei einen Zuschauer im Gesicht getroffen hatte. Der Getroffene musste mit einem mutmaßlich verletzten Auge von der Tribüne geführt werden. Djokovic wurde zum Sieger erklärt. Trotz seines Erfolgs hatte er im Turnierverlauf wiederholt körperliche Probleme. Immer wieder keuchte er nach langen Ballwechseln, legte seinen Oberkörper über den Schläger, ging in die Knie. Mitunter schleppte er sich förmlich beim Seitenwechsel auf die Bank.
»Die Wahrheit ist, dass dieses Jahr für mich ein großer, großer Kampf war, mit einigen ganz bestimmten Problemen, mit denen ich zu kämpfen hatte«, sagte Djokovic auf einer Pressekonferenz während des Turniers. »Es hat eher mit meiner Gesundheit zu tun. Ich möchte nicht verraten, was es genau ist, aber ich versuche, gemeinsam mit meinem Team der Sache auf den Grund zu gehen. Manchmal klappt es besser, manchmal nicht.« Die meisten Spiele und Turniere seien in dieser Saison für ihn »körperlich ein echter, echter Kampf« gewesen.
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