Kann losgehen
Der US-Medienkonzern Paramount Skydance hat den Weg für die 110 Milliarden US-Dollar teure Übernahme von Warner Bros. Discovery freigemacht. Das Unternehmen einigte sich am Montag in einem Rechtsstreit mit einer Gruppe von US-Bundesstaaten sowie der Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA). Damit steht einem der größten Zusammenschlüsse in der Geschichte der Medienbranche nichts mehr im Wege.
Um Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen, machte Paramount weitreichende Zugeständnisse und verhinderte so einen Zwangsverkauf von Kabelnetzwerken wie CNN oder lukrativen Filmreihen. Der Konzern verpflichtete sich, in den kommenden fünf Jahren bestimmte Quoten für Kinoveröffentlichungen einzuhalten und jährlich mindestens 300 Millionen Dollar zusätzlich in US-Produktionen zu investieren. In den ersten beiden Jahren nach dem Zusammenschluss sollen jeweils 30 Filme produziert werden, in den darauffolgenden drei Jahren jeweils 32. Werden diese Vorgaben verfehlt, wird eine Strafe von 30 Millionen Dollar pro Film fällig, die größtenteils in Fonds zur Unterstützung von Beschäftigten fließen soll.
Zudem wird ein unabhängiges Gremium eingerichtet, das die redaktionelle Unabhängigkeit der Nachrichtensender CBS und CNN sicherstellen soll. Kaliforniens Justizminister Rob Bonta sprach von einem starken Ergebnis für den Wettbewerb. Die Autorengewerkschaft WGA legte ihren parallelen Rechtsstreit ebenfalls bei, betonte jedoch, dass der Deal der Branche schaden werde. Nach der Einigung der Bundesstaaten habe sich die Gewerkschaft der Realität stellen müssen, in einem komplexen Verfahren ohne staatliche Unterstützung allein dazustehen, hieß es. (Reuters/jW)
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