»Lohndumping« in Geflüchtetenunterkünften
Berlin. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und Berliner Stadtmission kritisiert »Lohndumping« bei Beschäftigten in Geflüchtetenunterkünften der Hauptstadt. Diese sei an der Tagesordnung, kritisierten sie wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung. Trotz einer Novelle des Berliner Vergabegesetzes im ersten Halbjahr zähle in den Unterkünften nur »das billigste Angebot«, bemängelt Katja Karger, DGB-Chefin von Berlin-Brandenburg. Die Arbeiterwohlfahrt und die Berliner Stadtmission geben an, in den Vergabeverfahren chancenlos zu sein, weil sie nach Tarif bezahlten. Zusammengerechnet waren sie in den vergangenen drei Jahren in 40 Ausschreibungen unterlegen. Das Bündnis fordert deshalb vom nächsten Senat, die Unterkunftsbetreiber bei der Entlohnung an die einschlägigen Tarifverträge zu binden. (jW)
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