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Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt
Damaskus. In Syrien hat ein Gericht am Dienstag den früheren Präsidenten Baschar Al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Richter begründeten ihr Urteil mit »Kriegsverbrechen« und »Verbrechen gegen die Menschheit« nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011. Es handelt sich um das erste Urteil gegen Assad, der im Dezember 2024 von islamistischen Kämpfern gestürzt wurde und nach Moskau floh. Während des fast 14 Jahre dauernden Krieges wurden mehr als 500.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben. Zehntausende »verschwanden«, viele davon in Gefängnissen der Assad-Regierung. (AFP/jW)
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Onlineabonnent*in Michael S. aus H. 12. Aug. 2026 um 10:10 UhrDer Beitrag »Assad zum Tode verurteilt« hat nur die Begründung der ÖR-Medien übernommen, 500.000 Menschen getötet oder vertrieben. Ist es nicht so, dass es in der Weltpolitik selten um Menschenrechte geht, sondern viel öfter um geopolitische und knallharte Wirtschaftsinteressen? Ich erinnere mich, dass es vor allem um zwei konkurrierende Pipelines ging, weil Katar und Iran sich ein großes Gasfeld (Süd-Pars-Gasfeld) teilen: die Iran-Irak-Syrien-Pipeline und die Katar-Saudi-Arabien-Syrien-Türkei-Pipeline. Das Katar-Projekt lehnte der syrische Präsident Assad ab. Der Westen versuchte dann jahrelang alles, um die Regierung Assad zu stürzen, indem sie die Opposition unterstützte, auch mit Waffen, und sogar den IS unterstützte, wenn es passte, z.B. in Idlib. Es wurden sogar Giftgasanschläge inszeniert und der syrischen Regierung untergeschoben. Der letzte Giftgasanschlag war in der Stadt Duma im April 2018, Immerhin sagte sogar Ulli Gack (ZDF), dass da wohl etwas dran ist, dass es eine inszenierte Aktion war. Wahrscheinlicher ist es, dass es über die Weißhelme mit Hilfe des britischen Geheimdienstes organisiert wurde. Kenner dieser Vorgänge (z.B. Daniele Ganser, Karin Leukefeld, Michael Lüders u.a.) stellten es ähnlich dar. Das war ein Prozess, der sich über Jahre hinzog. Und auf einmal geht es nur noch um Menschenrechte und Verbrechen der Assad-Regierung.
