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Fußball

UEFA droht wegen neuen FIFA-Plänen mit WM-Boykott

Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa
Zwischen UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (r.) und FIFA-Präsident Gianni Infantino (hier beim 49. UEFA-Kongress in Belgrad, 3.4.2025) zeichnet sich Streit ab

Frankfurt am Main. Die Mitglieder der Europäischen Fußballunion UEFA drohen dem Weltverband FIFA geschlossen mit einem WM-Boykott, falls dieser den angekündigten Investorendeal durchzieht. »Keine Nationalmannschaften aus der UEFA werden an irgendeinem FIFA-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschläge weiterbestehen«, teilte die UEFA nach einem Dringlichkeitstreffen in einem offiziellen Statement mit.

Die europäischen Fußballnationen demonstrieren in dem Schreiben ihre Einigkeit. »Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen«, hieß es. »Wir lehnen den Vorschlag der FIFA, Beteiligungsrechte an der Weltmeisterschaft und anderen FIFA-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab.« »Die Weltmeisterschaft darf nicht als Anlageprodukt behandelt werden. Sie ist eines der größten sportlichen Vermächtnisse des Fußballs«», hieß es in der UEFA-Mitteilung. Zuvor hatten unter anderem Sky News und die Times berichtet.

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Die Ankündigung der UEFA bezieht sich neben der Männer-WM 2030 damit auch auf die Frauen-WM im kommenden Sommer in Brasilien. FIFA-Präsident Gianni Infantino, dessen Verband die überraschenden Pläne am Dienstag enthüllt hatte, gerät damit ordentlich unter Druck. Ohne die Europäer um Weltmeister Spanien, England, Frankreich und Deutschland würde die WM ihren sportlichen Wert komplett einbüßen.

Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potentiellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Laut übereinstimmenden Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag für die Zustimmung der 211 Verbände soll demnach der 19. September sein. Infantino verteidigte den geplanten Einstieg externer Geldgeber als «einmalige Chance, die weltweite Entwicklung des Fußballs deutlich zu beschleunigen». Die UEFA sieht das komplett anders und hat deshalb massiven Widerstand angekündigt. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hatten am Mittwoch erklärt, dass sie klar gegen den Investorenplan sind. (dpa/jW)

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Erschienen am 31.07.2026, Sport

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