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Naturkatastrophen

Erdbeben in Mexiko und Mittelamerika

Trotz einer Stärke von 7,4 sollen sich die Schäden in Grenzen halten

Foto: Damian Sanchez/REUTERS
Glimpflich davongekommen: Feuerwehrleute inspizieren die Schäden im mexikanischen Chiapas (Tapachula, 17.7.2026)

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala hat am Freitag morgen (Ortszeit) Südmexiko, El Salvador und Guatemala betroffen. Das Epizentrum des Erdbebens lag knapp 50 Kilometer vor der Küste des mexikanischen Bundesstaates Chiapas im Pazifik. In Mexiko wurden keine Schäden gemeldet, erklärte Präsidentin Claudia Sheinbaum. In der Stadt Tapachula erlitt eine Frau aus Haiti Verletzungen, als sie in Panik aus dem Fenster sprang. In den Medien wurde bemängelt, dass Chiapas trotz häufiger Erdbeben noch über kein telefonisches Warnsystem verfügt. Nach Behördenangaben soll dies aber bis Jahresende installiert werden.

Beim südlichen Nachbarn Guatemala entstanden dagegen Schäden an Häusern und öffentlichen Gebäuden, an drei Straßen kam es zu Erdrutschen. Laut Prensa Libre musste eine Person im Krankenhaus behandelt werden, mehrere Menschen erlitten einen Schock und wurden ambulant betreut. An vierzehn Schulgebäuden entstanden leichte Schäden, im Departamento Sololá stürzten einige Häuser ganz oder teilweise ein. Besonders betroffen ist der Südwesten des Landes. Eine Minute vor dem Erdbeben im Pazifik hatte sich ein Erdbeben der Stärke 5,6 in Guatemala ereignet, dessen Epizentrum lag im Departamento Quetzaltenango.

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Guatemalas Präsident Bernardo Arévalo rief die Bevölkerung auf, den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen und Ruhe zu bewahren. Der Katastrophenschutz reagierte schnell. So waren bereits knapp 30 Minuten nach dem Erdbeben Mitarbeiter des Katastrophenschutzes Conred vor Ort und begutachteten Schäden. Schulen und öffentliche Gebäude wurden geräumt. »Einzelne Kinder gerieten in Panik, insgesamt verließen die Schüler aber schnell mit einem Buch über dem Kopf das Gebäude, das üben wir auch regelmäßig«, erklärte eine Lehrerin aus Quetzaltenango gegenüber jW.

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2026, Seite 6, Ausland

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