Zum Inhalt der Seite
Nichteheliche Kinder

London bedauert Zwangsadoptionen

London. Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich am Donnerstag bei Frauen entschuldigt, die in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg gezwungen wurden, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. Schätzungsweise 185.000 Kinder wurden in Großbritannien von ihren unverheirateten Müttern getrennt. Starmer entschuldigte sich im Namen des Staates für das lebenslange Trauma, das dadurch verursacht wurde. Er bezeichnete das, was den Betroffenen widerfahren war, vor dem Parlament als »Schandfleck in unserer Geschichte«. Zwischen 1949 und 1976 hatten der britische Staat und christliche Kirchen ein System geschaffen, in dem junge Frauen mit nichtehelichen Kindern dazu gezwungen wurden, ihre Babys abzugeben. Die Church of England entschuldigte sich im vergangenen Monat für ihre Rolle und räumte ihre Beteiligung am Betrieb sogenannter Mutter-Kind-Heime ein, in die unverheiratete Frauen – oft gegen ihren Willen – während der Schwangerschaft oder nach der Geburt geschickt und von ihren Babys getrennt wurden. (Reuters/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2026, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen